Alle Beiträge von gebrochenetraeumerin

Über gebrochenetraeumerin

Junges mädchen auf dem weg, Ihr Leben unter Kontrolle zu bekommen. Ihren Träumen zu folgen und auf dem Weg das innere Chaos etwas zu beseitigen. Und das versuche ich in dem ich dieses Tagebuch schreibe. Vielleicht lesen es ja die Leute, an die all diese Zeilen sind. Vielleicht verstehen Sie noch so etwas mehr. Vielleicht liest es sich aber auch keiner durch und niemand wird diese Beiträge je finden. Ich weiß es nicht...

Wodka and tea

Wodka betäubt und Tee wärmt von innen heraus. Doch was ist besser bei seelischem Schmerz? Wodka der deine Gedanken und somit den dumpfen Schmerzen betäubt oder Tee der wohlige Wärme versprüht und einem ein Stückchen Geborgenheit gibt ? Es ist wohl Ansichtssache und jedem selbst überlassen. Manche ertränken ihren Kummer und spielen ihrem Kopf Glück und Wohlfühlen vor. Andere lassen den Schmerz zu und wärmen sich nur um bei klaren Verstand zu bleiben. Eine gesunde Mischung aus beiden gibt es wohl nur selten. Bei Tiefen Unwohlsein und nicht Zufriedenheit mit sich selbst schadest es wohl nicht, seinen Kummer zu betäuben und dem Verstand für ein paar Stunden inneren seelenfrieden vorzuspielen. Ein paar Stunden den Alltag entfliehen und wieder Leben ohne die störenden Gedanken.

Stellen betäuben, ab dem Tee hinkomme  kann. Die stellen ganz tief im Inneren, die mit Wärme nur angekratzt und nicht entfernt werden. Diese Grossen,düsteren stellen der Seele, die, Wärme sofort in Eis verwandeln, als wäre nichts gewesen.Beides hat seine vor und Nachteile. Tee und Wodka so unterschiedlich und doch gleich. Gleich in ihrem Zustand, verschieden in ihren Wirkung.

Vögel und ihre Familie

Wie lange Vögel wohl brauchen, bis sie fliegen können? Sie fallen, und doch machen sie immer weiter, um ihrem Schwarm folgen zu können. Irgendwie logisch. Ohne ihre Familie haben sie schon verloren in der freien Wildbahn. Aber die Frage die ich mir stelle, ist die, ob sie auch ohne ihren Schwarm, ihre Familie weiter Leben? Zum Überleben brauchen sie keine Familie. Zumindest nicht, um Nahrung zu finden. Aber ohne Familie, als Einzelgänger sind sie gefundenes Fressen für grössere Artgenossen.

Familie bedeutet nicht nur körperliches Überleben. Sie bedeutet auch seelisches Überleben. Ohne ihre Familie sind Vögel einsam und beschreiten ihre Wege alleine. Jedoch können sie so auch ihren eigenen weg bestimmen. Sie können frei entscheiden, in welche Richtung ihr weg sie führt, ob durch steiniges Gefälle oder sanfte, weiche wiesen. Ihr weg kann gerade oder durch viele ecken führen. Sie sind frei mit ihren Entscheidungen, frei in der Wildnis und frei in ihrer selbst.

Doch was machen sie, wenn ihr weg sie nicht weiter führt? Ihnen Steine in den Weg gelegt werden ? Feinde auftauchen und sie nicht stark genug alleine sind ? Mit ihrem Schwarm hätten sie diese Probleme nicht. Sie würden geleitet werden, immer den richtigen Weg folgend und vor Feinden geschützt sein.

Was machen sie, wenn Vögel einfach die Wahl hätten? Würden sie den einfachen Weg mit ihrem Schwarm gehen und sich vielleicht unterdrücken lassen, aber dafür immer in Sicherheit gewogen sein? Oder würden Sie sich trauen, ihren Weg alleine zu beschreiten? Einen steilen, aber selbstbestimmten Weg? Durch den Alleingang würde  sie stärker werden, aus ihren Fehlern lernen und weiter fliegen. Sind sie denn glücklich? Glücklich alleine aber auf ihrem eigenen weg zum Ziel? Oder lieber in Sicherheit bei ihrer Familie nicht ganz glücklich?

Müssen Vögel überhaupt diese Entscheidungen treffen? Hüpfen sie einfach aus ihrem Nest und folgen dem Schwarm, weil ihr Instinkt ihnen sagt, dass es die einzige sichere Möglichkeit zum Überleben ist ? Egal was sie wollen und wie sie es wollen ? Oder folgen sie ihrer Familie und behaupten sich? Stellen klar, was sie wollen und wie ihr eigenes Ziel aussieht?

Vielleicht haben Vögel ihre eigenen Methoden, um beides zu vereinen. Auf der einen Seite den familiären Schutz des schwarmes und das seelische Glück. Und auf der anderen Seite ihren Weg so beschreiten, wie sie es möchten.

Egal wie sie es machen, irgendwie muss es funktionieren. Guck in den Himmel und du siehst Vögel in einem Schwarm fliegen. Einzelne folgen dem Schwarm und fliegen alleine, doch sind immer in der näher der Familie.

Tod

Jeder wird in seinem Leben unweigerlich mit dem Tod konfrontiert, egal ob es ein Bestandteil eines Filmes ist oder in der direkten Umgebung geschieht. Doch man rechnet nicht damit, dass es einem selbst geschieht. Das ein geliebter Mensch nicht mehr anwesend ist. Niemals wieder Gespräche führen, niemals wieder Witze hören, niemals wieder Zeichnungen in der Küche vorfinden. Das alles wird niemals wieder geschehen.

Man sollte meinen der Tod kommt langsam, schleichend und macht sich irgendwie bemerkbar. Doch das tut er nicht. Nicht wenn der Tod mit dem Krebs Hand im Hand geht und sich verbündet hat. Nicht wenn keine Anzeichen für den Krebs vorhanden sind. Und erst recht nicht wenn Menschen die es besser wissen sollten in ihrem tun scheitern. Menschen die sich Ärzte nennen, Menschen die studiert haben um dein Leben zu schützen, es zu erhalten und zu achten. Doch Menschen versagen auch mal. Denn man kann nichts finden, was nicht gefunden werden will.

Und plötzlich wird die Zeit mit einer geliebten Person, einem Familienmitglied so begrenzt das man gar nicht weiß, wie einem zumute ist. Wie soll man mit so einer Situation klarkommen? Mit ansehen wie ein wichtiger Teil der Familie bald nicht mehr so ist, wie man ihn kennt. Nur noch eine Hülle aus dem einstigsten Menschen vorhanden ist, mit der man doch sein ganzes Leben verbracht hat.

Einem Menschen der dir alles beibrachte, dich als sein eigen Fleisch und Blut annahm obwohl du es nicht wirklich warst. Ein so wundervoller Mensch. So viel Erinnerungen die bleiben, so viele ungesagte Worte die in der Luft schweben, so viele Taten die man ungeschehen lies, so viel Chaos was in einem herrscht. Und die Gewissheit, alles was man nie getan hat, alles was man noch tun wollte wird man nie machen können. Ein Stück Familie wurde geraubt und wird nie wieder zurück kommen.

Wird nicht mehr Teil deines Lebens sein. Nie sehen können wie du erwachsen wirst, Fehler machen wirst, bewegende Momente erlebst, deinen Weg gehen wirst. Deinen Weg der diesen Stück Familie mit einschließt.

Alles was bleibt sind ungeschehene Taten, unausgesprochene Worte, viel Trauer, doch auch so viele schöne Erinnerungen. Erinnerungen an schöne Tage, an Feste die gefeiert wurden, an Momente die man gerne wieder hätte, an jeden einzelnen Tag an dem man zusammen war.

Doch auch wenn eine Person körperlich nicht mehr bei dir ist, so hast du sie immer in deinem Herzen. Sie wird dich dein Leben lang begleiten dir vom Himmel zuschauen. Denn geliebte Menschen leben in dir weiter. Sie sind ein Teil von dir. Ein Teil deiner Kindheit, ein Teil deiner selbst und ein Teil deiner Zukunft. Du musst nur bereit sein Abschied zu nehmen.